Vorstösse

Vorstösse sind parlamentarische Instrumente, mit denen Ratsmitglieder, Fraktionen und Kommissionen Massnahmen, neue rechtliche Bestimmungen sowie Auskünfte oder Berichte verlangen können. Adressat der Vorstösse ist in der Regel der Bundesrat. Vorstösse, die sich direkt mit der beruflichen Vorsorge befassen, werden hier aufgeführt und mit Kommentaren seitens inter-pension versehen.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorstossarten können hier nachgelesen werden: www.parlament.ch

19. Dezember 2025

Parlamentarische Initiative: Vorsorgemöglichkeiten für Selbständige stärken

Artikel 44 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) soll dahingehend angepasst werden, dass Selbständigerwerbende bei der Wahl der Pensionskasse mehr Spielraum bekommen sollen.

Haltung inter-pension:

Neutral
19. Dezember 2025

Motion: Weiterversicherung in der beruflichen Vorsorge bei Erwerbstätigkeit nach dem Referenzalter verbessern

Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen in der beruflichen Vorsorge dahingehend anzupassen, dass versicherte Personen bei Erwerbstätigkeit über das Referenzalter hinaus:

  • ihre Vorsorge weiterführen, solange keine gegenteilige Meldung erfolgt und sofern die Vorsorgeeinrichtung dies in ihrem Reglement vorsieht;
  • bei einem Wechsel der Vorsorgeeinrichtung ihre Austrittsleistung beanspruchen können;
  • ihre Vorsorge bei Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nach dem Referenzalter weiterführen können, sofern die Vorsorgeeinrichtung dies in ihrem Reglement vorsieht.
  • nach Eintritt des Vorsorgefalls und Anspruch auf Altersleistungen wieder in die gleiche Stellung eintreten können wie vor dem Eintritt des Vorsorgefalls, sofern die Vorsorgeeinrichtung dies in ihrem Reglement vorsieht.

Haltung inter-pension:

Befürwortet
Begründung / Kommentar:

Die gestellten Forderungen zielen darauf ab, die weitergehende Vorsorge ausserhalb des gesetzlichen Minimums flexibler auszugestalten, setzt positive Anreize für Fortsetzung der Erwerbstätigkeit über das Referenzalter hinaus und überlasst es den Vorsorgeeinrichtungen, ob sie dies letztlich auch anbieten möchten oder nicht.

25. September 2025

Motion: Reduktion des maximal versicherbaren BVG-Lohnes und des damit verbundenen Steuerfreibetrags

Der Bundesrat wird beauftragt, das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) dahingehend zu ändern, dass der nach dem Reglement der Vorsorgeeinrichtung versicherbare Lohn der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bzw. das versicherbare Einkommen der Selbständigerwerbenden in Artikel 79c auf den fünffachen oberen Grenzbetrag gemäss Artikel 8 Absatz 1 beschränkt wird.

Haltung inter-pension:

Nicht befürwortet
Begründung / Kommentar:

inter-pension sieht in der vorgeschlagenen Änderung einen unnötigen Eingriff in das Überobligatorium. Aus liberaler Sicht besteht kein Bedarf für eine gesetzliche Begrenzung, da es den Vorsorgeeinrichtungen bereits heute freisteht, eine tiefere Obergrenze reglementarisch festzulegen. Es stellt sich daher die grundsätzliche Frage, ob hier tatsächlich ein Handlungsbedarf vorliegt.

25. September 2025

Motion: PK-Flatrate: Keine Altersdiskriminierung dank einheitlichen BVG-Beitragssätzen

Der Bundesrat wird beauftragt, die Beiträge an die berufliche Vorsorge mit einem einheitlichen Beitragssatz auszugestalten und die Altersgrenze für die Beitragspflicht der Altersrente auf 20 Jahre herabzusetzen.

Haltung inter-pension:

Nicht befürwortet
Begründung / Kommentar:

inter-pension begrüsst zwar eine Senkung der Altersgrenze für den Sparbeginn auf 20 Jahre, steht aber einer Vereinheitlichung der BVG-Beiträge kritisch gegenüber. Schon heute erlaubt das System eine differenzierte und bedarfsgerechte Ausgestaltung durch die Vorsorgeeinrichtungen. Ein einheitlicher Beitragssatz würde diese bewährte Flexibilität unnötig einschränken.

21. März 2025

Motion: Gleichstellung aller Kinder in der Begünstigtenordnung der beruflichen Vorsorge

Der Bundesrat wird beauftragt, eine Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vorzulegen, die in der Begünstigtenordnung nach Art. 20a BVG eine Gleichstellung aller Kinder der verstorbenen versicherten Person vorsieht.

Die Änderung soll in der weitergehenden beruflichen Vorsorge die Differenzierung zwischen (obligatorisch) rentenberechtigten Kindern und übrigen Kindern aufheben und für die Ansprüche auf ein Todesfallkapital alle Kinder auf derselben Stufe einordnen. So können Pensionskassen im Rahmen des Überobligatoriums – neben den obligatorischen Rentenleistungen an waisenberechtigte Kinder gem. Art. 20 in Verbindung mit Art. 22 BVG respektive zusätzlich zu diesen – allfällige überobligatorische Todesfallkapitalien gleichmässig an alle Kinder der verstorbenen versicherten Person ausrichten.

Haltung inter-pension:

Befürwortet
21. März 2025

Parlamentarische Initiative: Freizügigkeitsgesetz. Administrative Entlastung

Freizügigkeitsgesetz vom 17. Dezember 1993 (SR 831.42), Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben c (neu): Versicherte können die Barauszahlung der Austrittsleistung verlangen, wenn:

Die Austrittsleistung weniger als 2000 Franken beträgt und sie nicht innert drei Monaten nach Beendigung des letzten Vorsorgeverhältnisses wieder in eine Vorsorgeeinrichtung eingetreten sind.

Haltung inter-pension:

Neutral

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